Unser Panschenhagen

Eine lange Geschichte

Panschenhagen. Am 6. April 1289 erfolgte die erste urkundliche Erwähnung des Ortes Panschenhagen in einer Urkunde des Bischofs Hermann von Schwerin. Panschenhagen wurde im 13. Jahrhundert Ingado oder Hagen genannt.
Das Dorf gehörte zu den Hagendörfern. Die Hagendörfer wurden von den Siedlern aus dem Wald gerodet. Im Zeitraum des 13. bis 16. Jahrhunderts wird im Dorf eine Burg erwähnt. Pastor Karl Schmalz schreibt in seiner Kirchengeschichte Mecklenburgs Band 1, über die Kirchen von Lansen und Sommerstorf und dem untergegangenen Panschenhagen fehlt es uns an mittelalterlichen Nachrichten.

Herzog Ulrich der Dicke,

* Grenzstreitigkeiten,
* Streit um Anteile in Panschenhagen...

Herzog Ulrich der Dicke

Wann, wie und warum die Kirche von Panschenhagen untergegangen ist oder ob es sich um eine Verwechselung mit der von Domherrenhagen, auch Papenhagen genannt handelt, ist heute nicht mehr bekannt.
Ob der Untergang eine Folge der Raubritterpolitik des Herzogs Ulrichs des Dicken war, oder andere Ursachen hatte, ist heute nicht mehr bekannt. Der Wahlspruch des Herzogs lautete "Reiten und Rauben ist keine Schande, das tun hier die besten im Lande und der dicke Herzog ist dabei." Das Dorf Papenhagen ist dadurch wahrscheinlich zugrunde gegangen. Wie dem auch immer gewesen sein mag, 1587 beschäftigt sich sogar die Reichskammer mit Grenzstreitigkeiten zwischen den Hahn auf Basedow und den Wangelin auf Vielist.
Grenzstreitigkeiten und Streit um Anteile in Panschenhagen ziehen sich über Jahrhunderte durch die Geschichte des Dorfes.

Amtsrat von Hahn,

* Panschenhäger Hölzung,
* Eheschließungen

amtsrat-von-hahn

Am 28. August 1731 erwirbt Amtsrat von Hahn für seine 3 Söhne Anteile von der Panschenhäger Hölzung.
Über die Zeit von 1750 bis 1800 wissen wir aus dem Kopulationsregister der Kirchen zu Vielist und Sommerstorf, dass in Panschenhagen der Zimmermann Johann, Christian Schröder lebte und am 04.12.1789 die Marie, Dorothea Sengbusch, Tochter des Hirten Sengbusch aus Faulenrost geheiratet hat.
Am 20.10.1791 heiratete Johann, Christian Schröder aus Panschenhagen die Bauerntochter Dorothea Konow aus Levenstorf. 1799 gab es in Panschenhagen die Tagelöhnertochter Maria, Dorothea Baaß.
Der Schneider Joachim, Friedrich Johannsen und seine Frau Dorothea, Christina, Elisabeth geb. Runge, lebten 1780 in Panschenhagen. Gab es in Panschenhagen eine Marie, Elisabeth Oldenborg, die am 23.11.1781 mit dem Müllerburschen, Joachim, Friedrich Prignitz die Ehe einging.